Die Zahlen erscheinen alle auf einmal und verschwinden, sobald du die erste anklickst. Klicke sie in der richtigen Reihenfolge nach.
Ein Team um Tetsuro Matsuzawa am Primatenforschungsinstitut der Universität Kyoto führte mit einem Schimpansen namens Ayumu ein Experiment zum Arbeitsgedächtnis durch. Die Zahlen 1 bis 9 erschienen kurz auf dem Bildschirm und wurden dann von weißen Quadraten verdeckt – Ayumu tippte ihre Positionen in der richtigen Reihenfolge an, oft schneller und genauer als geschulte Studierende, was damals für Schlagzeilen sorgte.
Das Experiment wird oft als eindrückliches Beispiel dafür zitiert, wie sich das Arbeitsgedächtnis – die Fähigkeit, gerade Gesehenes kurz zu behalten und zu verarbeiten – zwischen Mensch und Schimpanse unterscheiden kann. Dieses kurzfristige Gedächtnis begegnet uns im Alltag überall: beim Kopfrechnen, im Gespräch, beim Lernen.
Auf der Skala dieser Website gilt: 7–8 Ziffern sind Durchschnitt, 10+ ist ausgezeichnet und 12+ liegt im obersten Prozent. Neun – die Menge, die Schimpanse Ayumu im Experiment zuverlässig schaffte – ist unsere Marke für „Schimpansenniveau”.
Eine Runde zählt nur, wenn du die Ziffern in der richtigen Reihenfolge antippst; der Rekord ist also, wie viele du der Reihe nach wiedergegeben hast, nicht wie viele du gesehen hast.
| Gemerkte Zahlen | Note |
|---|---|
| 12+ | Oberstes 1 % |
| 10 - 11 | Sehr gut |
| 9 | Schimpansenniveau (Ayumus Wert) |
| 7 - 8 | Durchschnitt |
| 6 oder weniger | Unter dem Durchschnitt |
Bis zu einem gewissen Grad. Statt Ziffern einzeln zu merken, funktioniert es gut, die Positionen zu einer einzigen Form oder einem Muster zusammenzufassen; auch das Üben, den Blick in der Mitte zu halten und die Anordnung mit dem peripheren Sehen zu erfassen, soll helfen.
Allerdings beruht Ayumus Leistung auf Training von klein auf plus Artunterschieden – Menschen sollten nicht erwarten, das durch Übung dauerhaft einzuholen. Ein großer Teil des Zugewinns durch Wiederholung ist schlicht Gewöhnung an diesen Test.